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Oberverwaltungsgericht NRW·18 B 661/99·12.04.1999

Antrag auf Zulassung mangels Darlegung eines Aufenthaltsrechts abgelehnt

Öffentliches RechtAusländer- und AsylrechtVerwaltungsprozessrechtabgelehnt

KI-Zusammenfassung

Der Antrag auf Zulassung des Rechtsmittels wurde abgelehnt, da die Antragsbegründung keine Zulassungsgründe nach § 146 Abs. 4 iVm § 124 Abs. 2 VwGO aufzeigt. Die Entscheidungstragenden Erwägungen des Verwaltungsgerichts werden nicht ernsthaft in Zweifel gezogen. Es sind weder Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis zur Eheführung noch ein eigenständiges Aufenthaltsrecht substantiiert dargelegt. Ein Anlass zur grundsätzlichen Prüfung von Folgen eines vorübergehenden Gefängnisaufenthalts des deutschen Partners besteht nicht.

Ausgang: Antrag auf Zulassung des Rechtsmittels mangels Darlegung von Zulassungsgründen gemäß §146 iVm §124 VwGO abgelehnt

Abstrakte Rechtssätze

1

Ein Zulassungsantrag nach § 146 Abs. 4 iVm § 124 Abs. 2 VwGO erfordert, dass die Antragsbegründung die entscheidungstragenden Erwägungen der Vorinstanz ernsthaft in Zweifel zieht.

2

Die Darlegung von Zulassungsgründen setzt eine substanzielle und konkrete Darstellung von Tatsachen und Rechtsgründen voraus; pauschale oder bloß behauptete Einwände genügen nicht.

3

Die Voraussetzungen einer Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Eheführung sind vom Antragsteller konkret und nachvollziehbar darzulegen; bloße Behauptungen rechtfertigen keine aufschiebende Wirkung.

4

Die Prüfung besonderer Rechtsfolgen (z.B. Aufhebung einer Aufenthaltserlaubnis infolge vorübergehender Inhaftierung des deutschen Partners) bedarf konkreter Anknüpfungspunkte; abstrakte Hinweise genügen nicht.

Relevante Normen
§ 146 Abs. 4 iRm § 124 Abs. 2 VwGO

Vorinstanzen

Verwaltungsgericht Düsseldorf, 8 L 772/99

Tenor

Der Antrag wird abgelehnt, weil das Vorbringen in der Antragsschrift auf keinen Zulassungsgrund (§ 146 Abs. 4 iVm § 124 Abs. 2 VwGO) führt. Die entscheidungstragenden Erwägungen des Verwaltungsgerichts werden durch die Antragsbegründung nicht ernsthaft in Zweifel gezogen. Es sind weder die Voraussetzungen für eine Aufenthaltserlaubnis zum Zwecke der Eheführung noch die eines eigenständigen Aufenthaltsrechts dargelegt. Schon mit Blick darauf besteht auch kein Anlaß, "grundsätzlich... zu prüfen, ob ein vorübergehender Gefängnisaufenthalt eines Deutschen die Aufenthaltserlaubnis des ausländischen Lebenspartners aufhebt."