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Oberverwaltungsgericht NRW·12 E 1559/05·22.01.2006

Beschwerde gegen PKH-Entscheidung zurückgewiesen

Öffentliches RechtVerwaltungsprozessrechtKostenrechtAbgewiesen

KI-Zusammenfassung

Der Kläger wandte sich gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts zur Prozesskostenhilfe. Streitpunkt war, ob die Klage hinreichende Aussicht auf Erfolg im Sinne des §166 VwGO i.V.m. §114 ZPO bietet. Das OVG hält die Würdigung der Vorinstanz für nicht zu beanstanden und weist die Beschwerde zurück. Der Kläger trägt die Kosten; der Beschluss ist unanfechtbar.

Ausgang: Beschwerde gegen die Ablehnung von Prozesskostenhilfe und die Entscheidung der Vorinstanz als unbegründet abgewiesen; Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens; Beschluss unanfechtbar

Abstrakte Rechtssätze

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Eine Beschwerde gegen eine Entscheidung über Prozesskostenhilfe ist zurückzuweisen, wenn die Vorinstanz zu Recht festgestellt hat, dass die Klage keine hinreichende Aussicht auf Erfolg im Sinne von §166 VwGO i.V.m. §114 ZPO besitzt.

2

Zur erfolgreichen Rüge einer PKH-Entscheidung ist ein substantiiertes Vorbringen erforderlich, das konkret darlegt, inwiefern die Vorinstanz rechtliche Fehler bei der Prüfung der Erfolgsaussichten begangen hat.

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Die Kostenentscheidung bei Zurückweisung der Beschwerde bestimmt sich nach §154 Abs. 2 VwGO und §166 VwGO i.V.m. §127 Abs. 4 ZPO; der Unterliegende trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens.

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Beschlüsse über die Beschwerde sind nach §152 Abs. 1 VwGO unanfechtbar, sofern die Genannte Vorschrift Anwendung findet.

Relevante Normen
§ 166 VwGO i. V. m. § 114 ZPO§ 154 Abs. 2 VwGO§ 166 VwGO i. V. m. § 127 Abs. 4 ZPO§ 152 Abs. 1 VwGO

Vorinstanzen

Verwaltungsgericht Köln, 2 K 7065/04

Tenor

Die Beschwerde wird zurückgewiesen.

Der Kläger trägt die Kosten des Beschwerdeverfahrens; außergerichtliche Kosten werden nicht erstattet.

Gründe

2

Die Beschwerde hat keinen Erfolg. Nach Maßgabe des späteren Urteils vom 24. November 2005 ist nicht zu beanstanden, dass das Verwaltungsgericht bei seiner Prozesskostenhilfeentscheidung davon ausgegangen ist, die Klage biete im Sinne von § 166 VwGO i. V. m. § 114 ZPO keine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Gründe für eine Fehlerhaftigkeit der Entgegnung, die die Beschwerdebegründung des Klägers in dem Urteil vom 24. November 2005 gefunden hat, vermag der Senat nicht ohne wei-teres zu erkennen.

3

Die Kostenentscheidung folgt aus § 154 Abs. 2 VwGO und § 166 VwGO i. V. m. § 127 Abs. 4 ZPO.

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Dieser Beschluss ist gemäß § 152 Abs. 1 VwGO unanfechtbar.