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Nichtannahme mehrerer unzureichend substantiierter Verfassungsbeschwerden - Hinweis auf Möglichkeit der Verhängung einer Missbrauchsgebühr bei Erhebung erkennbar substanzloser Verfassungsbeschwerden

Öffentliches RechtVerfassungsrechtVerfahrensrechtVerworfen

KI-Zusammenfassung

Mehrere Verfassungsbeschwerden gegen Entscheidungen des AG Bamberg wurden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden. Das Bundesverfassungsgericht nahm sie nicht an, weil die Eingaben die Zulässigkeitsanforderungen (§ 23 Abs. 1 S. 2, § 92 BVerfGG) nicht substantiiert erfüllten und Annahmegründe i.S.v. § 93a Abs. 2 BVerfGG fehlten. Prozesskostenhilfe und Beiordnung wurden mangels hinreichender Erfolgsaussicht abgelehnt. Es wird auf die Möglichkeit einer Missbrauchsgebühr nach § 34 Abs. 2 BVerfGG hingewiesen.

Ausgang: Verfassungsbeschwerden mangels substantiierter Begründung nicht zur Entscheidung angenommen; PKH und Beiordnung abgelehnt

Abstrakte Rechtssätze

1

Eine Verfassungsbeschwerde ist unzulässig, wenn sie den Anforderungen an die substantiierte Begründung nach § 23 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 92 BVerfGG nicht genügt.

2

Die Annahme einer Verfassungsbeschwerde zur Entscheidung setzt das Vorliegen der in § 93a Abs. 2 BVerfGG genannten Annahmegründe voraus; fehlen diese, wird nicht zur Entscheidung angenommen.

3

Die Gewährung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts für Verfassungsbeschwerden erfordert eine hinreichende Aussicht auf Erfolg; fehlt diese, sind die Anträge abzulehnen.

4

Bei erkennbar substanzlosen Verfassungsbeschwerden kann nach § 34 Abs. 2 BVerfGG eine Missbrauchsgebühr verhängt werden, wenn durch wiederholte oder offensichtlich unbegründete Verfahren die Erfüllung der verfassungsgerichtlichen Aufgaben und damit der Grundrechtsschutz anderer Rechtsuchender beeinträchtigt wird.

Relevante Normen
§ 23 Abs 1 S 2 BVerfGG§ 34 Abs 2 BVerfGG§ 92 BVerfGG§ 93a Abs. 2 BVerfGG§ 23 Abs. 1 Satz 2 BVerfGG§ 34 Abs. 2 BVerfGG

Vorinstanzen

vorgehend AG Bamberg, 5. Dezember 2016, Az: 192 UR II 458/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 22. November 2016, Az: 192 UR II 458/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 21. April 2016, Az: 192 UR II 458/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 192 UR II 1659/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 192 UR II 1659/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 22. Dezember 2015, Az: 192 UR II 1659/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 0155 UR II 1661/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 13. September 2016, Az: 0155 UR II 1661/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 21. Dezember 2015, Az: 0155 UR II 1661/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 192 UR II 499/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 192 UR II 499/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 29. April 2016, Az: 192 UR II 499/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 0155 UR II 21/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 31. August 2016, Az: 0155 UR II 21/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 28. Januar 2016, Az: 0155 UR II 21/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 193 UR II 23/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 31. August 2016, Az: 193 UR II 23/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 13. Januar 2016, Az: 193 UR II 23/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 193 UR II 1031/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 27. September 2016, Az: 193 UR II 1031/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 24. August 2016, Az: 193 UR II 1031/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 193 UR II 742/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. August 2016, Az: 193 UR II 742/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 4. August 2016, Az: 193 UR II 742/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 17. Juni 2016, Az: 193 UR II 742/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 5. Dezember 2016, Az: 0153 UR II 504/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 22. November 2016, Az: 0153 UR II 504/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 12. Mai 2016, Az: 0153 UR II 504/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 0155 UR II 512/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 31. August 2016, Az: 0153 UR II 512/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 9. Mai 2016, Az: 0153 UR II 512/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 15. April 2016, Az: 0155 UR II 1363/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 15. Februar 2016, Az: 0155 UR II 1363/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 10. Februar 2016, Az: 0155 UR II 1363/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 10. November 2015, Az: 0155 UR II 1363/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 12. Oktober 2015, Az: 0155 UR II 1363/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 192 UR II 509/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 192 UR II 509/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 29. April 2016, Az: 192 UR II 509/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 0155 UR II 1297/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 0155 UR II 1297/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 17. November 2015, Az: 0155 UR II 1297/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 0155 UR II 1365/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 0155 UR II 1365/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 10. November 2015, Az: 0155 UR II 1365/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 193 UR II 723/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. August 2016, Az: 193 UR II 723/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 14. Juni 2016, Az: 193 UR II 723/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 193 UR II 831/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. August 2016, Az: 193 UR II 831/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. Juli 2016, Az: 193 UR II 831/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 26. November 2016, Az: 192 UR II 718/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. November 2016, Az: 192 UR II 718/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 27. Juni 2016, Az: 192 UR II 718/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 19. September 2016, Az: 193 UR II 770/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. August 2016, Az: 193 UR II 770/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 27. Juni 2016, Az: 193 UR II 770/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 12. Dezember 2016, Az: 193 UR II 1043/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 22. November 2016, Az: 193 UR II 1043/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 8. September 2016, Az: 193 UR II 1043/16, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 15. April 2016, Az: 0155 UR II 1272/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 4. März 2016, Az: 0155 UR II 1272/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 18. Februar 2016, Az: 0155 UR II 1272/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 10. November 2015, Az: 0155 UR II 1272/15, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 15. April 2016, Az: 0155 UR II 1362/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 4. März 2016, Az: 0155 UR II 1362/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 17. Februar 2016, Az: 0155 UR II 1362/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 10. November 2015, Az: 0155 UR II 1362/14, Beschluss

vorgehend AG Bamberg, 12. Oktober 2015, Az: 0155 UR II 1362/14, Beschluss

Tenor

Die Verfassungsbeschwerden werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.

Die Anträge auf Bewilligung von Prozesskostenhilfe und Beiordnung eines Rechtsanwalts werden abgelehnt, weil die beabsichtigte Rechtsverfolgung keine hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.

Die Verfassungsbeschwerden werden nicht zur Entscheidung angenommen.

Gründe

1

Die - zur gemeinsamen Entscheidung verbundenen - Verfassungsbeschwerden sind nicht zur Entscheidung anzunehmen, da Annahmegründe gemäß § 93a Abs. 2 BVerfGG nicht gegeben sind. Die Verfassungsbeschwerden sind bereits unzulässig, weil sie entgegen den Anforderungen aus § 23 Abs. 1 Satz 2, § 92 BVerfGG nicht substantiiert begründet sind (vgl. BVerfGE 81, 208 <214>; 99, 84 <87>; stRspr).

2

Der Beschwerdeführer wird für künftige Verfahren darauf hingewiesen, dass ihm bei Vorliegen der Voraussetzungen des § 34 Abs. 2 BVerfGG eine Missbrauchsgebühr auferlegt werden kann. Ein Missbrauch kann auch vorliegen, wenn das Bundesverfassungsgericht durch für jedermann erkennbar substanzlose Verfassungsbeschwerden an der Erfüllung seiner Aufgaben gehindert wird, wodurch anderen Rechtsuchenden der ihnen zukommende Grundrechtsschutz nur verzögert gewährt werden kann (vgl. BVerfG, Beschluss der 1. Kammer des Ersten Senats vom 25. Mai 2010 - 1 BvR 690/10, 1 BvR 901/10 -, juris, Rn. 5).

3

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

4

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.