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BVerfG·2 BvR 1322/12, 2 BvR 1989/12·01.12.2015

Gegenstandswertfestsetzung im Verfassungsbeschwerdeverfahren

Öffentliches RechtVerfassungsprozessrechtKostenrechtSonstig

KI-Zusammenfassung

Das Bundesverfassungsgericht setzte in den Verfahren 2 BvR 1322/12 und 2 BvR 1989/12 den Gegenstandswert der anwaltlichen Tätigkeit jeweils auf 60.000 € fest. Grundlage der Entscheidung sind § 37 Abs. 2 i.V.m. § 14 Abs. 1 RVG; zur Einordnung wird auf die Rechtsprechung (vgl. BVerfGE 79, 365 ff.) verwiesen. Die Festsetzung dient der Klarstellung der Gebührenabrechnung nach dem RVG im Verfassungsbeschwerdeverfahren.

Ausgang: Festsetzung des Gegenstandswerts der anwaltlichen Tätigkeit im Verfassungsbeschwerdeverfahren auf jeweils 60.000 €

Abstrakte Rechtssätze

1

Der Gegenstandswert der anwaltlichen Tätigkeit im Verfassungsbeschwerdeverfahren wird aufgrund von § 37 Abs. 2 i.V.m. § 14 Abs. 1 RVG durch das Bundesverfassungsgericht festgesetzt.

2

Das Bundesverfassungsgericht kann für jede anwaltliche Tätigkeit in verfassungsgerichtlichen Verfahren einen konkreten Gegenstandswert bestimmen, der Grundlage für die Gebührenberechnung nach dem RVG ist.

3

Bei der Festsetzung des Gegenstandswerts können Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts und einschlägige Rechtsprechung als Orientierungsmaßstab herangezogen werden (vgl. BVerfGE 79, 365 ff.).

4

Die Festsetzung des Gegenstandswerts dient der Klarstellung der Abrechenbarkeit anwaltlicher Gebühren und der Anwendung des RVG im Verfassungsbeschwerdeverfahren.

Relevante Normen
§ 14 Abs 1 RVG§ 37 Abs 2 RVG§ 37 Abs. 2 i.V.m. § 14 Abs. 1 RVG

Vorinstanzen

vorgehend BVerwG, 23. Februar 2012, Az: 2 C 79/10, Urteil

vorgehend VG Gelsenkirchen, 10. November 2010, Az: 1 K 5181/09, Urteil

vorgehend BVerwG, 19. Juli 2012, Az: 2 B 35/12 (2 B 26/11), Beschluss

vorgehend BVerwG, 26. März 2012, Az: 2 B 26/11, Beschluss

vorgehend Oberverwaltungsgericht für das Land Nordrhein-Westfalen, 2. Dezember 2010, Az: 6 A 1695/10, Beschluss

vorgehend VG Köln, 7. Juli 2010, Az: 3 k 5879/09, Urteil

vorgehend BVerfG, 21. April 2015, Az: 2 BvR 1322/12, Beschluss

Tenor

Der Wert des Gegenstands der anwaltlichen Tätigkeit wird auf jeweils 60.000 € (in Worten: sechzigtausend Euro) festgesetzt (§ 37 Abs. 2 in Verbindung mit § 14 Abs. 1 RVG; vgl. BVerfGE 79, 365 <366 ff.>).