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BVerfG·2 BvL 6/20, 2 BvL 7/20, 2 BvL 8/20, 2 BvL 9/20, 2 BvL 10/20, 2 BvL 13/20, 2 BvL 21/20, 2 BvL 22/20, 2 BvL 23/20, 2 BvL 24/20, 2 BvL 1/21·10.05.2021

Feststellung der Erledigung mehrerer Richtervorlagen zur Verfassungsmäßigkeit des "Berliner Mietendeckels" infolge Senatsbeschlusses vom 25.03.2021, 2 BvF 1/20

Öffentliches RechtVerfassungsrechtFöderalismusrechtEingestellt

KI-Zusammenfassung

Mehrere Amts- und Landgerichte hatten Richtervorlagen zur Verfassungsmäßigkeit des Berliner MietenWoG Bln nach Art.100 GG eingereicht. Der Zweite Senat des BVerfG erklärte das Gesetz am 25.03.2021 für mit Art.74 Abs.1 Nr.1 i.V.m. Art.72 Abs.1 GG unvereinbar und nichtig. Damit sind die Vorlageverfahren erledigt; sie wurden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

Ausgang: Richtervorlagen nach Art.100 GG wegen Feststellung der Unvereinbarkeit des MietenWoG Bln als erledigt festgestellt und zur gemeinsamen Entscheidung verbunden

Abstrakte Rechtssätze

1

Wird ein Landesgesetz vom Bundesverfassungsgericht wegen Unvereinbarkeit mit der konkurrierenden Gesetzgebungskompetenz des Bundes für nichtig erklärt, sind damit anhängige Richtervorlagen nach Art.100 GG erledigt.

2

Das Bundesverfassungsgericht kann gleichgelagerte Richtervorlagen zur gemeinsamen Entscheidung verbinden, um eine einheitliche Klärung verfassungsrechtlicher Fragen zu gewährleisten.

3

Die Feststellung der Nichtigkeit eines Gesetzes durch den Zweiten Senat hat unmittelbare Rechtswirkungen auf Vorlageverfahren und macht deren Fortführung entbehrlich.

4

Beschlüsse des Bundesverfassungsgerichts in verfassungsrechtlichen Verfahren sind unanfechtbar und schließen das Verfahren ab.

Relevante Normen
§ Art 100 Abs 1 S 1 GG§ 80 BVerfGG§ MietBegrG BE§ Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit Art. 72 Abs. 1 GG§ Art. 1 des Gesetzes zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung§ 31 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 13 Nr. 11 BVerfGG

Vorinstanzen

vorgehend AG Schöneberg, 3. Juni 2020, Az: 104 C 340/19, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 10. Juni 2020, Az: 104 C 306/19, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 17. Juni 2020, Az: 104 C 333/19, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 22. Juli 2020, Az: 104 C 349/19, Vorlagebeschluss

vorgehend LG Berlin, 6. August 2020, Az: 67 S 109/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 30. September 2020, Az: 104 C 73/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 9. Dezember 2020, Az: 104 C 84/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 18. November 2020, Az: 104 C 161/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 18. November 2020, Az: 104 C 83/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 25. November 2020, Az: 104 C 128/20, Vorlagebeschluss

vorgehend AG Schöneberg, 16. Dezember 2020, Az: 104 C 159/20, Vorlagebeschluss

Tenor

Die Verfahren 2 BvL 6/20, 2 BvL 7/20, 2 BvL 8/20, 2 BvL 9/20, 2 BvL 10/20, 2 BvL 13/20, 2 BvL 21/20, 2 BvL 22/20, 2 BvL 23/20, 2 BvL 24/20 und 2 BvL 1/21 werden zur gemeinsamen Entscheidung verbunden.

Die Verfahren haben sich erledigt.

Gründe

1

Mit Beschluss vom 25. März 2021 - 2 BvF 1/20 u.a. - hat der Zweite Senat des Bundesverfassungsgerichts das Gesetz zur Mietenbegrenzung im Wohnungswesen in Berlin (MietenWoG Bln) in der Fassung des Art. 1 des Gesetzes zur Neuregelung gesetzlicher Vorschriften zur Mietenbegrenzung vom 11. Februar 2020 (Gesetz- und Verordnungsblatt für Berlin vom 22. Februar 2020, S. 50) für mit Art. 74 Abs. 1 Nr. 1 in Verbindung mit Art. 72 Abs. 1 GG unvereinbar und nichtig erklärt (§ 31 Abs. 1 Satz 1 i.V.m. § 13 Nr. 11 BVerfGG). Damit haben sich die im Tenor genannten Richtervorlagen gemäß Art. 100 Abs. 1 Satz 1 GG erledigt.

2

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.