Nichtannahmebeschluss: Verletzung der Rechtsschutzgleichheit nicht hinreichend substantiiert gerügt, wenn Vergütungsrisiko des Mandanten (hier: gem § 8a Abs 4 S 1 BeratHiG) nicht dargelegt wurde
KI-Zusammenfassung
Mehrere Verfassungsbeschwerden wurden als unzulässig verworfen, weil sie die Substantiierungsanforderungen der §§ 23 Abs.1 Satz 2, 92 BVerfGG nicht erfüllten. Es wurde nicht dargelegt, dass die Bevollmächtigten den Hinweis nach § 8a Abs.4 Satz 1 BeratHiG erteilt haben; deshalb fehlt die Darlegung eines Vergütungsrisikos und damit die Betroffenheit der Rechtsschutzgleichheit. Das Gericht sah von weiterer Begründung nach § 93d Abs.1 Satz 3 BVerfGG ab.
Ausgang: Verfassungsbeschwerden als unzulässig verworfen wegen fehlender Substantiierung des Vergütungsrisikos und fehlendem Nachweis des Hinweises nach § 8a Abs.4 BeratHiG
Abstrakte Rechtssätze
Verfassungsbeschwerden sind unzulässig, wenn sie die Substantiierungsanforderungen des § 23 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 92 BVerfGG nicht erfüllen.
Die Betroffenheit in der Rechtsschutzgleichheit setzt darzutende, substantiierte Anknüpfungstatsachen voraus, insbesondere den Nachweis eines konkreten Vergütungsrisikos.
Ist nicht ersichtlich, dass der Verfahrensbevollmächtigte den Hinweis nach § 8a Abs. 4 Satz 1 BeratHiG erteilt hat, ist daraus ohne konkreten Vortrag des Beschwerdeführers kein Vergütungsrisiko zu folgern.
Das Bundesverfassungsgericht kann bei Zurückweisung mangels Substantiierung nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG von einer weiteren Begründung absehen.
Vorinstanzen
vorgehend AG Landsberg, 14. Oktober 2015, Az: 61 UR II 380/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 380/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 14. Oktober 2015, Az: 61 UR II 351/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 14. Juli 2014, Az: 61 UR II 351/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 708/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 13. November 2014, Az: 61 UR II 708/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 22. Oktober 2015, Az: 61 UR II 588/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 7. Oktober 2014, Az: 61 UR II 588/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 404/15, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 24. Juni 2015, Az: 61 UR II 404/15, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 722/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 24. November 2014, Az: 61 UR II 722/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 709/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 13. November 2014, Az: 61 UR II 709/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 378/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 378/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 375/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 375/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 387/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 18. Juli 2014, Az: 61 UR II 387/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 170/14, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 9. Juli 2014, Az: 61 UR II 170/14, Beschluss
vorgehend AG Aichach, 12. November 2015, Az: UR II 191/15, Beschluss
vorgehend AG Aichach, 13. Oktober 2015, Az: UR II 191/15, Beschluss
vorgehend AG Kaufbeuren, 24. November 2015, Az: 156 UR II 82/15, Beschluss
vorgehend AG Kaufbeuren, 14. August 2015, Az: 156 UR II 82/15, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 21. Januar 2016, Az: 61 UR II 550/15, Beschluss
vorgehend AG Landsberg, 2. September 2015, Az: 61 UR II 550/15, Beschluss
Gründe
Die Verfassungsbeschwerden genügen nicht den Substantiierungsanforderungen der §§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG. Da nicht ersichtlich ist, dass der Verfahrensbevollmächtigte den Beschwerdeführern bei der Mandatsübernahme einen Hinweis gemäß § 8a Abs. 4 Satz 1 BerHG erteilt hat, ist nicht dargelegt, dass die Beschwerdeführer ein Vergütungsrisiko tragen. Von daher ist eine Betroffenheit der Beschwerdeführer selbst in ihrer Rechtsschutzgleichheit nicht erkennbar (vgl. BVerfGE 129, 269 <278>; 112, 304 <314 f.>; BVerfGK 5, 170 <171>).
Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.
Diese Entscheidung ist unanfechtbar.