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BVerfG·1 BvR 2831/15, 1 BvR 2861/15, 1 BvR 2884/15, 1 BvR 2928/15, 1 BvR 2943/15, 1 BvR 2944/15, 1 BvR 2983/15, 1 BvR 3039/15, 1 BvR 3040/15, 1 BvR 3041/15, 1 BvR 3042/15, 1 BvR 3183/15, 1 BvR 3241/15, 1 BvR 454/16·23.03.2016

Nichtannahmebeschluss: Verletzung der Rechtsschutzgleichheit nicht hinreichend substantiiert gerügt, wenn Vergütungsrisiko des Mandanten (hier: gem § 8a Abs 4 S 1 BeratHiG) nicht dargelegt wurde

Öffentliches RechtVerfassungsrechtVerfassungsprozessrechtVerworfen

KI-Zusammenfassung

Mehrere Verfassungsbeschwerden wurden als unzulässig verworfen, weil sie die Substantiierungsanforderungen der §§ 23 Abs.1 Satz 2, 92 BVerfGG nicht erfüllten. Es wurde nicht dargelegt, dass die Bevollmächtigten den Hinweis nach § 8a Abs.4 Satz 1 BeratHiG erteilt haben; deshalb fehlt die Darlegung eines Vergütungsrisikos und damit die Betroffenheit der Rechtsschutzgleichheit. Das Gericht sah von weiterer Begründung nach § 93d Abs.1 Satz 3 BVerfGG ab.

Ausgang: Verfassungsbeschwerden als unzulässig verworfen wegen fehlender Substantiierung des Vergütungsrisikos und fehlendem Nachweis des Hinweises nach § 8a Abs.4 BeratHiG

Abstrakte Rechtssätze

1

Verfassungsbeschwerden sind unzulässig, wenn sie die Substantiierungsanforderungen des § 23 Abs. 1 Satz 2 i.V.m. § 92 BVerfGG nicht erfüllen.

2

Die Betroffenheit in der Rechtsschutzgleichheit setzt darzutende, substantiierte Anknüpfungstatsachen voraus, insbesondere den Nachweis eines konkreten Vergütungsrisikos.

3

Ist nicht ersichtlich, dass der Verfahrensbevollmächtigte den Hinweis nach § 8a Abs. 4 Satz 1 BeratHiG erteilt hat, ist daraus ohne konkreten Vortrag des Beschwerdeführers kein Vergütungsrisiko zu folgern.

4

Das Bundesverfassungsgericht kann bei Zurückweisung mangels Substantiierung nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG von einer weiteren Begründung absehen.

Relevante Normen
§ Art 3 Abs 1 GG§ Art 19 Abs 4 GG§ Art 20 Abs 3 GG§ 23 Abs 1 S 2 BVerfGG§ 92 BVerfGG§ 8a Abs 4 S 1 BeratHiG

Vorinstanzen

vorgehend AG Landsberg, 14. Oktober 2015, Az: 61 UR II 380/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 380/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 14. Oktober 2015, Az: 61 UR II 351/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 14. Juli 2014, Az: 61 UR II 351/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 708/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 13. November 2014, Az: 61 UR II 708/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 22. Oktober 2015, Az: 61 UR II 588/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 7. Oktober 2014, Az: 61 UR II 588/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 404/15, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 24. Juni 2015, Az: 61 UR II 404/15, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 722/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 24. November 2014, Az: 61 UR II 722/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 28. Oktober 2015, Az: 61 UR II 709/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 13. November 2014, Az: 61 UR II 709/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 378/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 378/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 375/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 17. Juli 2014, Az: 61 UR II 375/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 387/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 18. Juli 2014, Az: 61 UR II 387/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 16. September 2015, Az: 61 UR II 170/14, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 9. Juli 2014, Az: 61 UR II 170/14, Beschluss

vorgehend AG Aichach, 12. November 2015, Az: UR II 191/15, Beschluss

vorgehend AG Aichach, 13. Oktober 2015, Az: UR II 191/15, Beschluss

vorgehend AG Kaufbeuren, 24. November 2015, Az: 156 UR II 82/15, Beschluss

vorgehend AG Kaufbeuren, 14. August 2015, Az: 156 UR II 82/15, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 21. Januar 2016, Az: 61 UR II 550/15, Beschluss

vorgehend AG Landsberg, 2. September 2015, Az: 61 UR II 550/15, Beschluss

Gründe

1

Die Verfassungsbeschwerden genügen nicht den Substantiierungsanforderungen der §§ 23 Abs. 1 Satz 2, 92 BVerfGG. Da nicht ersichtlich ist, dass der Verfahrensbevollmächtigte den Beschwerdeführern bei der Mandatsübernahme einen Hinweis gemäß § 8a Abs. 4 Satz 1 BerHG erteilt hat, ist nicht dargelegt, dass die Beschwerdeführer ein Vergütungsrisiko tragen. Von daher ist eine Betroffenheit der Beschwerdeführer selbst in ihrer Rechtsschutzgleichheit nicht erkennbar (vgl. BVerfGE 129, 269 <278>; 112, 304 <314 f.>; BVerfGK 5, 170 <171>).

2

Von einer weiteren Begründung wird nach § 93d Abs. 1 Satz 3 BVerfGG abgesehen.

3

Diese Entscheidung ist unanfechtbar.