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Amtsgericht Bergheim·65 F 109/16·05.12.2016

Nachehelicher Aufstockungsunterhalt: Rente und Wohnwert als Einkommen; keine Befristung

ZivilrechtFamilienrechtTeilweise stattgegeben

KI-Zusammenfassung

Nach der Scheidung begehrte die Antragstellerin nachehelichen Aufstockungs- und Altersvorsorgeunterhalt sowie Rückstände. Das AG sprach Unterhalt nach § 1573 Abs. 2 BGB zu und berücksichtigte beim Antragsgegner neben Erwerbseinkommen auch eine monatliche Rente sowie den Wohnwert des selbstgenutzten Eigenheims. Tilgungsleistungen wurden nur begrenzt (sekundäre Altersvorsorge) berücksichtigt; ein Darlehen zur Finanzierung des Zugewinnausgleichs blieb außer Ansatz. Eine Befristung/Begrenzung nach § 1578b BGB lehnte das Gericht wegen ehebedingter Nachteile und langer Ehedauer ab; Zinsen wurden nur teilweise als Rechtshängigkeitszinsen zugesprochen.

Ausgang: Nachehelicher Unterhalt (laufend und rückständig) weitgehend zugesprochen, weitergehender Antrag (insb. Zinsen/Mehrbeträge) abgewiesen.

Abstrakte Rechtssätze

1

Ein Anspruch auf nachehelichen Aufstockungsunterhalt nach § 1573 Abs. 2 BGB setzt voraus, dass die Einkünfte aus angemessener Erwerbstätigkeit den vollen Unterhalt nach § 1578 BGB nicht decken.

2

Regelmäßige Rentenzahlungen des Unterhaltspflichtigen sind als Einkommen zu berücksichtigen, wenn ein krankheitsbedingter Mehrbedarf, der eine Ausnahme rechtfertigt, nicht dargetan ist.

3

Der Wohnvorteil aus einem selbstgenutzten, im Alleineigentum stehenden Haus ist als Naturaleinkommen nach dem objektiven Mietwert anzusetzen; pauschales Bestreiten der Höhe ist unsubstantiiert.

4

Tilgungsanteile von Immobiliendarlehen sind unterhaltsrechtlich grundsätzlich nicht voll einkommensmindernd, soweit sie Vermögensbildung darstellen; stattdessen kann eine angemessene sekundäre Altersvorsorge berücksichtigt werden.

5

Darlehensraten zur Finanzierung eines Zugewinnausgleichsanspruchs sind bei der Unterhaltsbemessung regelmäßig nicht abzugsfähig, wenn andernfalls der auszugleichende Ehegatte seinen Zugewinnausgleich über Unterhaltsansprüche mitfinanzieren würde.

Relevante Normen
§ 1573 Abs. 2 BGB§ 1578 BGB§ 1570 bis 1572 BGB§ 1610a BGB§ 17 HIVHG§ 156 ZPO

Tenor

Der Antragsgegner wird verpflichtet, an die Antragstellerin ab Dezember 2016 einen nachehelichen Unterhalt in Höhe von 1.660 EUR zum 3. eines jeden Monats zu zahlen.

Der Antragsgegner wird weiter verpflichtet, an die Antragstellerin für den Zeitraum 26.04.2016 bis 30.11.2016 11.992,56 EUR rückständigen nachehelichen Unterhalt nebst Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem jeweiligen Basiszinssatz aus einem Betrag von 5.352,57 EUR seit dem 06.07.2016 zu zahlen.

Der darüber hinausgehende Antrag wird zurückgewiesen.

Die Kosten des Verfahrens trägt der Antragsgegner.

Die sofortige Wirksamkeit wird angeordnet.

Tatbestand

3

Die Beteiligten schlossen am 00.00.0000 die Ehe und lebten seit spätestens Juli 0000 getrennt. Die Scheidung der Beteiligten erwuchs mit Ablauf des 00.00.0000 in Rechtskraft (00 F 00/00). In der dortigen Folgesache Zugewinnausgleich schlossen die Beteiligten eine Vereinbarung, wonach der Antragsgegner zum Ausgleich des Zugewinns der Antragstellerin über die dort bereits anerkannten 75.000 EUR einen weiteren Betrag in Höhe von 15.000 EUR zahlt.

4

Aus der Ehe der Beteiligten sind die Kinder O, geboren am 00.00.0000, und K, geboren am 00.00.0000, hervorgegangen. O lebt bei der Antragstellerin, K bei dem Antragsgegner.

5

Die Antragstellerin, die am 00.00.0000 geboren wurde, absolvierte zunächst eine Ausbildung als Einzelhandelskauffrau und war nach Abschluss der Ausbildung zunächst bei der Fa. L tätig. Im August 0000 begann sie eine Tätigkeit bei der Kreissparkasse L als Kassiererin in Vollzeit nach den damaligen tarifvertraglichen Regelungen des BAT, wobei ihr Einkommen damals ca. 1.830 DM netto betrug. In der Folge reduzierte die Antragstellerin ihre Arbeitszeit – die Gründe hierfür sind streitig - und übte nur noch eine Halbtagstätigkeit aus. Nach der Geburt der Tochter O 0000 nahm die Antragstellerin Erziehungsurlaub und beendete hiernach ihr Arbeitsverhältnis mit der Kreissparkasse Köln und widmete sich fortan der Haushaltsführung und Kinderbetreuung, wobei die Beendigungsgründe wiederum streitig sind. Im Dezember 0000 wurde die Tochter K geboren. Nach der Trennung der Beteiligten fand die Antragstellerin erneut eine Anstellung als Kassiererin, diesmal bei der Fa. X, in Vollzeit, wofür sie im Jahr 2015 unstreitig brutto 27.562 EUR erhielt (s. Lohnabrechnung Dezember 2015, Bl. 39).

6

Bei der Antragstellerin fallen monatliche Fahrtkosten für den öffentlichen Personennahverkehr in Höhe von unstreitig 51.10 EUR an, wobei sie auch noch mit dem Kfz zum Bahnhof I fährt. Dessen Entfernung zum Wohnort ist streitig.

7

Weiterhin hat die Antragstellerin unstreitig monatliche Kosten in Höhe von 15 EUR für eine Zusatzkrankenversicherung, 56,60 EUR für eine Krankenhauszusatzversicherung und 89,57 EUR für eine zusätzliche private Rentenversicherung.

8

Der am 00.00.0000 geborene Antragsgegner ist bei der Fa. G angestellt. In Hinblick auf sein dortiges Einkommen des Jahres 0000 wird auf die Entgeltabrechnung Dezember 0000, Bl. 57, verwiesen. Zudem erhält er eine monatliche Rente von netto 1.500 EUR.

9

Monatliche Belastungen bestehen bei dem Antragsgegner unstreitig in Form einer FVV Versicherung zu 37 EUR, einer Sterbegeldsammlung zu 8,77 EUR (s. jeweils BL. 57), Gewerkschaftsbeiträgen zu 37,13 EUR und Fahrtkosten in Höhe von 330 EUR.

10

Zur Finanzierung eines Teils des Vereinbarten Zugewinnausgleichsanspruchs (40.000 EUR) nahm der Antragsgegner ein Darlehen bei seiner Tante auf, welches er mit monatlich 701,70 EUR tilgt.

11

Die Antragstellerin gibt an, sie habe ihr Vollzeitstelle bei der Kreissparkasse bereits vor der Geburt des ersten Kindes reduziert, weil ihr dies ärztlicherseits hinsichtlich der Bemühungen, schwanger zu werden, geraten worden sei. Nach Ablauf des Erziehungsurlaubs anlässlich der Geburt von O sei kein Betreuungsplatz gefudnen worden, weshalb sie ihre Stelle ganz aufgegeben habe, um sich in Absprache mit dem Antragsgegner um Haushalt und Kinderbetreuung zu kümmern. In diese Folge verdiene sie nunmehr wesentlich weniger, als dies bei einer Fortführung der Anstellung bei der Kreissparkasse in Vollzeit der Fall gewesen wäre, dies stelle einen ehebedingten Nachteil dar.

12

Wäre die sie heute noch bei der Kreissparkasse L beschäftigt, wäre sie tariflich in die Entgeltgruppe 9, Stufe 4, eingestuft, wobei ab 00.00.0000 ff. ein Aufstieg in Stufe 5 erfolgt wäre. Dies entspräche (bei vollschichtiger Erwerbstätigkeit) einem monatlichen Bruttogrundgehalt von 3.464,92 EUR bzw. 3.776,53 EUR.

13

Die Distanz zwischen Wohnort und dem Bahnhof I betrage 15 Kilometer.

14

Auf Seiten des Antragsgegners sei zudem als Naturaleinkommen für das – unstreitig – im Alleineigentum des Antragsgegners befindliche Haus, in welchem dieser wohnt, ein Wohnwert von 1.020 EUR zu berücksichtigen.

15

Die Antragsgegnerin beantragt,

16

an sie ab 00.00.0000 monatlich im Voraus, jeweils bis spätestens zum 3. Eines jeden Monats, Elementarunterhalt in Höhe von 1.319,21 EUR sowie Altersvorsorgeunterhalt in Höhe von 352 EUR zu zahlen,

17

an sie rückständigen Unterhalt für die Zeit vom 00.00.0000 bis 00.00.0000 in Höhe von 3.620,96 EUR zuzüglich Zinsen in Höhe von 5 Prozentpunkten über dem Basiszinssatz ab dem 00.00.0000 zu zahlen.

18

Der Antragsgegner beantragt,

19

den Antrag abzuweisen,

20

Nachehelicher Unterhalt sei nicht geschuldet, jeder geschiedene Ehegatte sei für die Erzielung seines Einkommens verantwortlich. Es gebe keine Besitzstandsgarantie, welche durch Unterhaltszahlungen den Lebensstandard in ehelichen Verhältnissen gewährleiste.

21

Die monatliche Rente sei nicht zu berücksichtigen, schließlich sei hieraus ein krankheitsbedingter Mehraufwand zu zahlen.

22

Die Entfernung vom Wohnort der Antragstellerin zum Bahnhof I betrage lediglich 10,1 Kilometer.

23

Hinsichtlich des Wohnhauses des Antragsgegners sei maximal ein Wohnwert von 500 EUR zu berücksichtigen. Der Mietwert des Objektes von 1.020 EUR, welchen der (außergerichtliche) Sachverständige im Rahmen des Zugewinnausgleichsanspruchs ermittelt habe, sei nicht maßgeblich.

24

Die Darlehensraten hinsichtlich des Wohnhauses seien in voller Höhe von 812,50 EUR zu berücksichtigen. Zudem sei es auch so, dass diese bereits während der Ehezeit angefallen seien und deshalb als eheprägend zu werten seien.

25

Die Darlehensraten hinsichtlich der Finanzierung des Zugewinnausgleichsanspruchs seien ebenfalls zu berücksichtigen.

26

Zum weiteren Sach- und Streitstand wird auf die wechselseitigen Schriftsätze der Beteiligten und die zur Akte gereichten Anlagen Bezug genommen.

Entscheidungsgründe

28

Die Antragstellerin hat gegen den Antragsgegner einen Anspruch auf Zahlung nachehelichen Unterhalts in der tenorierten Höhe. Im Einzelnen liegen der Entscheidung die nachfolgenden Erwägungen zugrunde:

29

I.

30

Der Anspruch der Antragsgegnerin auf Zahlung nachehelichen Unterhalts folgt aus § 1573 Abs. 2 BGB. Nach § 1573 Abs. 2 BGB kann ein geschiedene Ehegatte, reichen die Einkünfte aus einer angemessenen Erwerbstätigkeit zum vollen Unterhalt (§ 1578) nicht aus, soweit er nicht bereits einen Unterhaltsanspruch nach den §§ 1570 bis 1572 hat, den Unterschiedsbetrag zwischen den Einkünften und dem vollen Unterhalt verlangen. Ein Unterhaltsanspruch nach den §§ 1570 bis 1572 BGB besteht zweifellos nicht. Bei der Antragstellerin ist zudem bei ihrer jetzigen Berufstätigkeit von einer angemessenen Erwerbstätigkeit im Sinne der Norm auszugehen. Die Tätigkeit als Kassiererin bei einem Bekleidungshändler in Vollzeit entspricht unter Berücksichtigung der Ausbildung der Antragstellerin als Einzelhandelskauffrau, der langen Ehedauer (21 ½ Jahre bis zur Trennung, 24 ½ Jahre bis zur Scheidung) und der zuvor bei der Kreissparkasse ebenfalls ausgeübten Tätigkeit als Kassiererin einer angemessenen Tätigkeit.

31

II.

32

Im Rahmen der Berechnung der Unterhaltsansprüche der Antragstellerin ist das Gericht von Nachfolgendem ausgegangen:

33

1.

34

Auf Seiten der Antragstellerin war das unstreitig vorhandene Einkommen aus der Vollzeittätigkeit bei der Fa. X zu berücksichtigen.

35

Einkommensmindernd wirken – neben den gesetzlichen Abzügen, s.u., die monatlichen Fahrtkosten für den öffentlichen Personennahverkehr in Höhe von 51.10 EUR sowie die monatlichen Kosten in Höhe von 15 EUR für eine Zusatzkrankenversicherung, 56,60 EUR für eine Krankenhauszusatzversicherung und 89,57 EUR für eine zusätzliche private Rentenversicherung.

36

Zuletzt sind auch die Kosten der Fahrten vom Wohnort der Antragstellerin zum Bahnhof I mittels Kfz abzusetzen, wobei die Entfernung tatsächlich nur 10 Kilometer beträgt.

37

Berücksichtigung findet auch der nach der Düsseldorfer Tabelle für die Tochter K zu zahlende Kindesunterhalt von 450 EUR monatlich abzüglich des hälftigen Kindergeldes, im Ergebnis 355 EUR.

38

2.

39

Auf Seiten des Antragstellers hat das Gericht im Rahmen der Unterhaltsberechnung zunächst sein Einkommen als Angestellter bei der Fa. G berücksichtigt.

40

Darüber hinaus ist auch die monatliche Rente von netto 1.500 EUR zu berücksichtigen. Dass es sich um einen Fall nach § 1610a BGB handelt, ist nicht ersichtlich. Der Antragsteller hat im Rahmen der mündlichen Verhandlung selbst angegeben, dass er (derzeit) keinerlei krankheitsbedingten Mehrbedarf hat.

41

Soweit der Antragsgegner mit nicht nachgelassenem Schriftsatz vom 00.00.0000 nunmehr erklärt, es handele sich nicht um eine Rente, ändert dies nichts. Zum einen ist § 17 HIVHG nicht auf den vorliegenden Fall anwendbar, zum anderen besteht kein Mehrbedarf beim Antragsgegner. Eine Wiedereröffnung gemäß § 156 ZPO kommt deshalb nicht in Betracht.

42

Zuletzt ist auch ein Naturaleinkommen in Form eines Wohnwertes für das selbstgenutzte Einfamilienhaus des Antragsgegners in Höhe von 1.020 EUR anzusetzen. Soweit der Antragsgegner den Ansatz in dieser Höhe bestreitet, hält das Gericht dies für unsubstantiiert. Unstreitig haben die Beteiligten außergerichtlich ein Gutachten zur Wertermittlung eingeholt, welches einen Mietwert in der benannten Höhe ergibt. Weshalb gerade dieser Wert für die Ermittlung des Wohnwertes herangezogen werden kann, ist nicht ersichtlich, stellt der Mietwert doch gerade denjenigen Wert dar, welcher als übliche Miete für das Objekt zu veranschlagen und deshalb als Wohnwert zu berücksichtigen ist.

43

Eine Wiedereröffnung zur Einholung eines Sachverständigengutachtens stellte vor diesem Hintergrund Ausforschung dar und war gemäß § 156 I, II ZPO nicht angezeigt.

44

Einkommensmindernd wirken – neben den gesetzlichen Abzügen, s.u., - unstreitig die Beträge für die FVV Versicherung zu 37 EUR, die Sterbegeldsammlung zu 8,77 EUR, die Gewerkschaftsbeiträge zu 37,13 EUR und die Fahrtkosten in Höhe von 330 EUR.

45

Darüber hinaus sind hinsichtlich der beiden Darlehen, welche der Antragsgegner zur Finanzierung seines Eigenheims aufgenommen hat, die dortigen Zinsleistungen zu berücksichtigen. Aus den vorgelegten Unterlagen (Anlagen B4 und B5) ergeben sich für den Zeitraum April bis Oktober 2016 durchschnittliche Zinsen von 45,12 EUR und 296,74 EUR, zusammen 341,86 EUR, monatlich, welche das Gericht für die Berechnung der Unterhaltshöhe vom Einkommen absetzt.

46

Berücksichtigung findet auch der nach der Düsseldorfer Tabelle für die Tochter O zu zahlende Kindesunterhalt von 684 EUR monatlich (bis 00.00.0000) abzüglich des hälftigen Kindergeldes, im Ergebnis 589 EUR (bis 00.00.0000). Ab dem 00.00.0000 (Os 18. Geburtstag) ist ein Kindesunterhalt von 785 EUR abzüglich Kindergeld (190 EUR), im Ergebnis 595 EUR monatlich, zu zahlen. Zu den Abzügen diesbezüglich s.u.

47

Soweit der Antragsgegner diejenigen Teile der Darlehensraten, welche der Tilgung dienen, abgesetzt haben möchte, ist eine sekundäre Altersvorsorge von 4% des Bruttogehaltes, mithin 254,96 EUR monatlich (s.u.), anzusetzen. Eine weitergehende Berücksichtigung der gesamten Raten von 812,50 EUR findet nicht statt, insoweit betreibt der Antragsgegner Vermögensbildung. Hieran ändert auch die Behauptung nichts, dass die Darlehensraten während der Ehezeit nicht zur Bedarfsdeckung, sondern zur Vermögensbildung verwendet wurden.

48

Die monatlichen Raten zur Tilgung eines Darlehens, welches zur Finanzierung des Zugewinnausgleichsanspruchs der Antragstellerin aufgenommen wurde, sind hingegen nicht abzusetzen. Die Antragstellerin würde andernfalls die Zahlung ihres Zugewinnausgleichsanspruchs aus den ihr zustehenden Unterhaltsbeträgen mitfinanzieren.

49

3.

50

Es ergibt sich die nachfolgende Unterhaltsberechnung für den Zeitraum 00.00.0000 bis 00.00.0000:

51

Namen der nur Unterhaltspflichtigen

52

              B Q

53

Namen der (auch) unterhaltsberechtigten Partner

54

              I A

55

Namen des Kindes/der Kinder

56

              O, geb. 24. 07. 1998, 17 Jahre alt

57

              K, geb. 18. 12. 2003, 12 Jahre alt

58

Zuordnungen

59

Partnerunterhalt

60

Verpflichtung von B Q gegenüber I A

61

Datum der Eheschließung               .              .              .              .              .              31. 12. 1992

62

Datum der Scheidung               .              .              .              .              .              .              .              25. 04. 2016

63

Der Unterhaltsanspruch beruht auf §§ 1569ff BGB.

64

Kindesunterhalt

65

O ist ein Kind von B Q und von I A.

66

K ist ein Kind von B Q und von I A.

67

Bedarf und Leistungsfähigkeit

68

Ehegatten/Partner

69

I A

70

Berechnung des Einkommens von I A:

71

Name der Variante II: WEST_2016_01.VUZ

72

              gültig in den alten Bundesländern und Berlin (West),

73

              erster Gültigkeitstag 01. 01. 2016

74

              allgemeine Lohnsteuer

75

              Jahrestabelle

76

              Steuerjahr 2016

77

Bruttolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              27.562,00 Euro

78

Steuerbrutto (vor Freibetrag)               .              .              .              .              .              .              .              25.380,00 Euro

79

(2265*12 = 27.180)

80

Sozialversicherungsbrutto               27.180,00 Euro

81

              LSt-Klasse 2

82

              Kinderfreibeträge 1

83

Zusatzbeitrag zu KV (%)               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1,2

84

Lohnsteuer:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -2.172,00 Euro

85

Kirchensteuer 9 %               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -39,42 Euro

86

Rentenversicherung (18,7 % / 2)               .              .              .              .              .              .              -2.541,33 Euro

87

Arbeitslosenversicherung (3,0 % / 2)               .              .              .              .              -407,70 Euro

88

Krankenversicherung: (14,6 % /2 + 1.2 %)               .              .              .              -2.310,30 Euro

89

Pflegeversicherung (AN-Anteil 1,175 %)               .              .              .              -319,37 Euro

90

              ––––––––––––––––––

91

Nettolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              19.771,88 Euro

92

19771,88 / 12 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.647,66 Euro

93

berufsbedingte Aufwendg.               161,10 Euro

94

(51,10+(10*2*220*0,3/12) = 161,1)

95

berufsbedingte Aufwendg.               .              .              .              .              .              .              .              -161,10 Euro

96

              ––––––––––––––––––

97

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.486,56 Euro

98

Schulden, Belastungen

99

Zusatzversicherung LVM               15,00 Euro

100

Krankenhauszusatzversicherung               56,60 Euro

101

Zusatzrentenversicherung               89,57 Euro

102

              ––––––––––––––

103

insgesamt:               .              .              .              .              .              161,17 Euro

104

Schulden, Belastungen               .              .              .              .              .              .              .              .              -161,17 Euro

105

              ––––––––––––––––––

106

unterhaltsrechtliches Einkommen               .              .              .              .              .              1.325,39 Euro

107

B Q

108

Berechnung des Einkommens von B Q:

109

Name der Variante II: WEST_2016_01.VUZ

110

              gültig in den alten Bundesländern und Berlin (West),

111

              erster Gültigkeitstag 01. 01. 2016

112

              allgemeine Lohnsteuer

113

              Jahrestabelle

114

              Steuerjahr 2016

115

Bruttolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              76.488,74 Euro

116

Steuerbrutto (vor Freibetrag)               .              .              .              .              .              .              .              76.488,74 Euro

117

(7597,91+68890,83 = 76.488,74)

118

Sozialversicherungsbrutto               74.400,00 Euro

119

              LSt-Klasse 1

120

              Kinderfreibeträge 1

121

Zusatzbeitrag zu KV (%)               .              .              .              .              .              .              .              .              .              0

122

((639,38+96,94)*12 = 8.835,84)

123

Lohnsteuer:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -19.460,00 Euro

124

Solidaritätszuschlag               .              .              .              .              .              .              .              .              .              -902,88 Euro

125

Kirchensteuer 9 %               .              .              .              .              .              .              .              .              .              -1.477,44 Euro

126

Rentenversicherung (18,7 % / 2)               .              .              .              .              .              .              -6.956,40 Euro

127

Arbeitslosenversicherung (3,0 % / 2)               .              .              .              .              -1.116,00 Euro

128

private Kranken- und Pflegeversicherung               .              .              .              -8.835,84 Euro

129

Erstattung Arbeitgeber               .              .              .              .              .              .              .              .              4.195,20 Euro

130

((301,13+48,47)*12 = 4.195,2)

131

              ––––––––––––––––––

132

Nettolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              41.935,38 Euro

133

41935,38 / 12 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              3.494,62 Euro

134

abz. zusätzliche Vorsorge               .              .              .              .              .              .              .              -254,96 Euro

135

Monatsbeträge

136

Rente               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.500,00 Euro

137

davon aus Erwerbstätigkeit               3.494,62 Euro

138

berufsbedingte Aufwendg.               330,00 Euro

139

berufsbedingte Aufwendg.               .              .              .              .              .              .              .              -330,00 Euro

140

              ––––––––––––––––––

141

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.409,66 Euro

142

Naturaleinkommen (Wohnwert)               .              .              .              .              .              .              1.020,00 Euro

143

              ––––––––––––––––––

144

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              5.429,66 Euro

145

Schulden, Belastungen

146

Sterbegeld               .              .              .              .              .              .              8,77 Euro

147

FVV               .              .              .              .              .              .              .              .              22,00 Euro

148

Hausdarlehen               .              .              .              .              .              341,86 Euro

149

Gewerkschaftsbeitrag               .              .              .              .              37,13 Euro

150

              ––––––––––––––

151

insgesamt:               .              .              .              .              .              409,76 Euro

152

Schulden, Belastungen               .              .              .              .              .              .              .              .              -409,76 Euro

153

              ––––––––––––––––––

154

unterhaltsrechtliches Einkommen               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

155

Kinder

156

O, 17 Jahre

157

O lebt bei I A.

158

I A erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

159

I A erhält das Kindergeld von

160

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,00 Euro

161

K, 12 Jahre

162

K lebt bei B Q.

163

B Q erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

164

B Q erhält das Kindergeld von

165

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,00 Euro

166

Berechnung des Kindesunterhalts

167

Unterhaltspflichten von B Q

168

aus dem Einkommen von B Q in Höhe von

169

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

170

ergibt sich

171

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 16

172

Gruppe 10: 4701-5100, BKB: 1980, Abschlag/Zuschlag -1 > Gruppe 9: 4301-4700, BKB: 1880

173

gegenüber O

174

Tabellenunterhalt DT 9/3               .              .              .              684,00 Euro

175

abzüglich Kindergeld               .              .              .              .              -95,00 Euro

176

              ––––––––––––––––––

177

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              589,00 Euro

178

gegenüber K

179

B Q erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

180

Unterhaltspflichten von I A

181

aus dem Einkommen von I A in Höhe von

182

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.325,39 Euro

183

ergibt sich

184

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 16

185

Gruppe 1:               -1500, BKB: 1080

186

gegenüber O

187

I A erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

188

gegenüber K

189

Tabellenunterhalt DT 1/3               .              .              .              450,00 Euro

190

abzüglich Kindergeld               .              .              .              .              -95,00 Euro

191

              ––––––––––––––––––

192

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

193

Berechnung des Gatten/Partnerunterhalts

194

Prüfung auf Leistungsfähigkeit vorweg

195

I A

196

I A bleibt 1325,39 - 355 =               .              .              .              .              970,39 Euro

197

Das ist weniger als der notwendige Selbstbehalt von               1.080,00 Euro

198

Defizit: 1080 - 970,39 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              109,61 Euro

199

Daher ist zu kürzen:

200

vorrangiger Kindesunterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

201

verfügbar 355 - 109,61 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              245,39 Euro

202

Mangelquote: 245,39/355*100 =               .              .              .              .              .              .              .              69,124%

203

K: 355 * 69,124%               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              245,39 Euro

204

              also um 109,61 Euro weniger.

205

Das Resteinkommen erhöht sich damit auf

206

970,39 + 109,61 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

207

Ersatzhaftung des Betreuenden

208

K erhält                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

209

B Q trägt davon 355 - 245,39 =               109,61 Euro

210

B Q bleibt 5019,9 - 589 - 109,61 =               4.321,29 Euro

211

Einkommen von I A

212

Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.325,39 Euro

213

abzüglich Kindesunterhalt 355 - 109,61               .              .              .              .              -245,39 Euro

214

              ––––––––––––––––––

215

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

216

Bedarf nach Additionsmethode

217

Einkommen von B Q               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

218

abzüglich Kindesunterhalt 589 + 109,61               .              .              .              .              -698,61 Euro

219

              ––––––––––––––––––

220

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.321,29 Euro

221

davon Erwerbseinkommen

222

3164,62  - 3165/5430 * 698,61 =               2.757,42 Euro

223

abzüglich Erwerbsbonus - 2757,42 * 1/7 =               .              .              .              -393,92 Euro

224

Einkommen von I A               .              .              .              .              1.080,00 Euro

225

abzüglich Erwerbsbonus - 1080 * 1/7 =               .              .              .              .              -154,29 Euro

226

              ––––––––––––––––––

227

Gesamtbedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.853,08 Euro

228

Einzelbedarf 4853,08 / 2 =               .              .              .              .              .              .              .              2.426,54 Euro

229

Unterhalt von I A

230

Eigeneinkommen               .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

231

abzüglich Erwerbsbonus               .              .              .              -154,29 Euro

232

abzüglich Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              -925,71 Euro

233

              ––––––––––––––––––

234

Unterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.500,83 Euro

235

Altersvorsorgeunterhalt

236

Bemessungseinkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              1.500,83 Euro

237

Bremer Tabelle 01. 01. 2016, fiktives Brutto: 1500,83 + 26 % =

238

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.891,00 Euro

239

Altersvorsorgeunterhalt: 1891 * 18,7% =               .              .              .              .              354,00 Euro

240

Neuberechnung wegen Altersvorsorgeunterhalts

241

Bedarf nach Additionsmethode

242

Einkommen von B Q               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

243

abzüglich Kindesunterhalt 589 + 109,61               .              .              .              .              -698,61 Euro

244

Altersvorsorgeunterhalt von I A               -354,00 Euro

245

              ––––––––––––––––––

246

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              3.967,29 Euro

247

davon Erwerbseinkommen

248

3164,62  - 3165/5430 * (698,61 + 354) =

249

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.551,08 Euro

250

abzüglich Erwerbsbonus - 2551,08 * 1/7 =               .              .              .              -364,44 Euro

251

Einkommen von I A               .              .              .              .              1.080,00 Euro

252

abzüglich Erwerbsbonus - 1080 * 1/7 =               .              .              .              .              -154,29 Euro

253

              ––––––––––––––––––

254

Gesamtbedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.528,56 Euro

255

Einzelbedarf 4528,56 / 2 =               .              .              .              .              .              .              .              2.264,28 Euro

256

Unterhalt von I A

257

Eigeneinkommen               .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

258

abzüglich Erwerbsbonus               .              .              .              -154,29 Euro

259

abzüglich Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              -925,71 Euro

260

              ––––––––––––––––––

261

Unterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.338,57 Euro

262

zuzüglich Altervorsorgeunterhalt               .              .              .              .              .              .              354,00 Euro

263

              ––––––––––––––––––

264

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.692,57 Euro

265

Prüfung auf Leistungsfähigkeit

266

B Q

267

B Q bleibt 4321,29 - 1692,57 =               2.628,72 Euro

268

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den Ehegattenselbstbehalt von

269

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.200,00 Euro

270

I A

271

I A bleibt 1080 + 1692,57 =               2.772,57 Euro

272

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den notwendigen Selbstbehalt von

273

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

274

Verteilungsergebnis

275

B Q               .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.724,00 Euro

276

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

277

I A               .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.868,00 Euro

278

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

279

davon Vorsorgeunterhalt               354,00 Euro

280

O               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              684,00 Euro

281

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

282

K               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              450,00 Euro

283

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

284

              ––––––––––––––––––

285

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              6.726,00 Euro

286

Zahlungspflichten

287

B Q zahlt an

288

I A               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.693,00 Euro

289

davon Altersvorsorgeunterhalt               354,00 Euro

290

O                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              589,00 Euro

291

(K: 109,61 Euro)

292

              ––––––––––––––––––

293

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.282,00 Euro

294

(im Haushalt: 109,61 Euro)

295

I A zahlt an

296

K                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              246,00 Euro

297

4. Es ergibt sich darüber hinaus die nachfolgende Unterhaltsberechnung für den Zeitraum ab 24.07.2016:

298

Namen der nur Unterhaltspflichtigen

299

              B Q

300

Namen der (auch) unterhaltsberechtigten Partner

301

              I A

302

Namen des Kindes/der Kinder

303

              O, geb. 24. 07. 1998, 18 Jahre alt

304

              K, geb. 18. 12. 2003, 12 Jahre alt

305

Zuordnungen

306

Partnerunterhalt

307

Verpflichtung von B Q gegenüber I A

308

Datum der Eheschließung               .              .              .              .              .              31. 12. 1992

309

Datum der Scheidung               .              .              .              .              .              .              .              25. 04. 2016

310

Der Unterhaltsanspruch beruht auf §§ 1569ff BGB.

311

Kindesunterhalt

312

O ist ein Kind von B Q und von I A.

313

K ist ein Kind von B Q und von I A.

314

Bedarf und Leistungsfähigkeit

315

Ehegatten/Partner

316

I A

317

Berechnung des Einkommens von I A:

318

Name der Variante II: WEST_2016_01.VUZ

319

              gültig in den alten Bundesländern und Berlin (West),

320

              erster Gültigkeitstag 01. 01. 2016

321

              allgemeine Lohnsteuer

322

              Jahrestabelle

323

              Steuerjahr 2016

324

Bruttolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              27.562,00 Euro

325

Steuerbrutto (vor Freibetrag)               .              .              .              .              .              .              .              25.380,00 Euro

326

(2265*12 = 27.180)

327

Sozialversicherungsbrutto               27.180,00 Euro

328

              LSt-Klasse 2

329

              Kinderfreibeträge 1

330

Zusatzbeitrag zu KV (%)               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1,2

331

Lohnsteuer:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -2.172,00 Euro

332

Kirchensteuer 9 %               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -39,42 Euro

333

Rentenversicherung (18,7 % / 2)               .              .              .              .              .              .              -2.541,33 Euro

334

Arbeitslosenversicherung (3,0 % / 2)               .              .              .              .              -407,70 Euro

335

Krankenversicherung: (14,6 % /2 + 1.2 %)               .              .              .              -2.310,30 Euro

336

Pflegeversicherung (AN-Anteil 1,175 %)               .              .              .              -319,37 Euro

337

              ––––––––––––––––––

338

Nettolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              19.771,88 Euro

339

19771,88 / 12 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.647,66 Euro

340

berufsbedingte Aufwendg.               216,10 Euro

341

(51,10+(15*2*220*0,3/12) = 216,1)

342

berufsbedingte Aufwendg.               .              .              .              .              .              .              .              -216,10 Euro

343

              ––––––––––––––––––

344

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.431,56 Euro

345

Schulden, Belastungen

346

Zusatzversicherung LVM               15,00 Euro

347

Krankenhauszusatzversicherung               56,60 Euro

348

Zusatzrentenversicherung               89,57 Euro

349

              ––––––––––––––

350

insgesamt:               .              .              .              .              .              161,17 Euro

351

Schulden, Belastungen               .              .              .              .              .              .              .              .              -161,17 Euro

352

              ––––––––––––––––––

353

unterhaltsrechtliches Einkommen               .              .              .              .              .              1.270,39 Euro

354

B Q

355

Berechnung des Einkommens von B Q:

356

Name der Variante II: WEST_2016_01.VUZ

357

              gültig in den alten Bundesländern und Berlin (West),

358

              erster Gültigkeitstag 01. 01. 2016

359

              allgemeine Lohnsteuer

360

              Jahrestabelle

361

              Steuerjahr 2016

362

Bruttolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              76.488,74 Euro

363

Steuerbrutto (vor Freibetrag)               .              .              .              .              .              .              .              76.488,74 Euro

364

(7597,91+68890,83 = 76.488,74)

365

Sozialversicherungsbrutto               74.400,00 Euro

366

              LSt-Klasse 1

367

              Kinderfreibeträge 1

368

Zusatzbeitrag zu KV (%)               .              .              .              .              .              .              .              .              .              0

369

((639,38+96,94)*12 = 8.835,84)

370

Lohnsteuer:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              -19.460,00 Euro

371

Solidaritätszuschlag               .              .              .              .              .              .              .              .              .              -902,88 Euro

372

Kirchensteuer 9 %               .              .              .              .              .              .              .              .              .              -1.477,44 Euro

373

Rentenversicherung (18,7 % / 2)               .              .              .              .              .              .              -6.956,40 Euro

374

Arbeitslosenversicherung (3,0 % / 2)               .              .              .              .              -1.116,00 Euro

375

private Kranken- und Pflegeversicherung               .              .              .              -8.835,84 Euro

376

Erstattung Arbeitgeber               .              .              .              .              .              .              .              .              4.195,20 Euro

377

((301,13+48,47)*12 = 4.195,2)

378

              ––––––––––––––––––

379

Nettolohn:               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              41.935,38 Euro

380

41935,38 / 12 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              3.494,62 Euro

381

abz. zusätzliche Vorsorge               .              .              .              .              .              .              .              -254,96 Euro

382

Monatsbeträge

383

Rente               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.500,00 Euro

384

davon aus Erwerbstätigkeit               3.494,62 Euro

385

berufsbedingte Aufwendg.               330,00 Euro

386

berufsbedingte Aufwendg.               .              .              .              .              .              .              .              -330,00 Euro

387

              ––––––––––––––––––

388

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.409,66 Euro

389

Naturaleinkommen (Wohnwert)               .              .              .              .              .              .              1.020,00 Euro

390

              ––––––––––––––––––

391

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              5.429,66 Euro

392

Schulden, Belastungen

393

Sterbegeld               .              .              .              .              .              .              8,77 Euro

394

FVV               .              .              .              .              .              .              .              .              22,00 Euro

395

Hausdarlehen               .              .              .              .              .              341,86 Euro

396

Gewerkschaftsbeitrag               .              .              .              .              37,13 Euro

397

              ––––––––––––––

398

insgesamt:               .              .              .              .              .              409,76 Euro

399

Schulden, Belastungen               .              .              .              .              .              .              .              .              -409,76 Euro

400

              ––––––––––––––––––

401

unterhaltsrechtliches Einkommen               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

402

Kinder

403

O, 18 Jahre

404

O lebt bei I A.

405

O besucht noch eine allgemeinbildende Schule.

406

I A erhält das Kindergeld von

407

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,00 Euro

408

K, 12 Jahre

409

K lebt bei B Q.

410

B Q erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

411

B Q erhält das Kindergeld von

412

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,00 Euro

413

Berechnung des Kindesunterhalts

414

Eingruppierung nach beiderseitigem Einkommen

415

Bedarf von O nach dem beiderseitigen Einkommen der Eltern von

416

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              6.290,29 Euro

417

nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 16

418

Gruppe 10: 4701-5100, BKB: 1980

419

Tabellenunterhalt DT 10/4               .              .              .              .              .              .              .              .              826,00 Euro

420

Abzug des Kindergelds               .              .              .              .              .              .              .              .              -190,00 Euro

421

              ––––––––––––––––––

422

Restbedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              636,00 Euro

423

Unterhaltspflichten vor etwaiger Aufteilung

424

Unterhaltspflichten von B Q

425

aus dem Einkommen von B Q in Höhe von

426

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

427

ergibt sich

428

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 16

429

Gruppe 10: 4701-5100, BKB: 1980, Abschlag/Zuschlag -1 > Gruppe 9: 4301-4700, BKB: 1880

430

gegenüber O

431

fiktiv bei alleiniger Unterhaltspflicht

432

Bedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              785,00 Euro

433

abzüglich Kindergeld               .              .              .              .              -190,00 Euro

434

              ––––––––––––––––––

435

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              595,00 Euro

436

Restbedarf des Kindes nach beiderseitigem Einkommen               636,00 Euro

437

gegenüber K

438

B Q erfüllt die Unterhaltspflicht durch Pflege und Erziehung.

439

Unterhaltspflichten von I A

440

aus dem Einkommen von I A in Höhe von

441

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.270,39 Euro

442

ergibt sich

443

Kindesunterhalt nach der Düsseldorfer Tabelle, Stand 16

444

Gruppe 1:               -1500, BKB: 1080

445

gegenüber O

446

fiktiv bei alleiniger Unterhaltspflicht

447

Bedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              516,00 Euro

448

abzüglich Kindergeld               .              .              .              .              -190,00 Euro

449

              ––––––––––––––––––

450

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              326,00 Euro

451

Restbedarf des Kindes nach beiderseitigem Einkommen               636,00 Euro

452

dazu Auskehrung des Kindergelds von               190,00 Euro

453

gegenüber K

454

Tabellenunterhalt DT 1/3               .              .              .              450,00 Euro

455

abzüglich Kindergeld               .              .              .              .              -95,00 Euro

456

              ––––––––––––––––––

457

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

458

              ––––––––––––––––––

459

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              991,00 Euro

460

Aufteilung gemeinsamer Unterhaltspflichten

461

O

462

Bedarf des Kindes

463

B Q und I A haften gemeinsam für den Unterhalt von O.

464

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              636,00 Euro

465

Verfügbare Elterneinkommen

466

verfügbar bei B Q:

467

Einkommen               .              .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

468

abz. Selbstbehalt zur Verteilung               -1.300,00 Euro

469

              ––––––––––––––––––

470

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              3.719,90 Euro

471

verfügbar bei I A:

472

Einkommen               .              .              .              .              .              .              1.270,39 Euro

473

abz. Selbstbehalt zur Verteilung               -1.300,00 Euro

474

              ––––––––––––––––––

475

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              -29,61 Euro

476

verfügbar               .              .              .              .              .              .              .              .              0,00 Euro

477

I A ist nicht leistungsfähig.

478

B Q haftet allein für den Unterhalt von O Höhe von

479

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              595,00 Euro

480

B Q bleibt: 5019,9 - 595 =               .              .              .              4.424,90 Euro

481

I A bleibt: 1270,39 - 355 =               .              .              .              .              915,39 Euro

482

Berechnung des Gatten/Partnerunterhalts

483

Prüfung auf Leistungsfähigkeit vorweg

484

I A

485

I A bleibt                .              .              .              .              .              .              .              .              915,39 Euro

486

Das ist weniger als der notwendige Selbstbehalt von               1.080,00 Euro

487

Defizit: 1080 - 915,39 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              164,61 Euro

488

Daher ist zu kürzen:

489

vorrangiger Kindesunterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

490

verfügbar 355 - 164,61 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,39 Euro

491

Mangelquote: 190,39/355*100 =               .              .              .              .              .              .              .              53,631%

492

K: 355 * 53,631%               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              190,39 Euro

493

              also um 164,61 Euro weniger.

494

Das Resteinkommen erhöht sich damit auf

495

915,39 + 164,61 =               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

496

Ersatzhaftung des Betreuenden

497

K erhält                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              355,00 Euro

498

B Q trägt davon 355 - 190,39 =               164,61 Euro

499

B Q bleibt 4424,9 - 164,61 =               .              .              .              4.260,29 Euro

500

Einkommen von I A

501

Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.270,39 Euro

502

abzüglich Kindesunterhalt 355 + 0 - 164,61               .              .              .              -190,39 Euro

503

              ––––––––––––––––––

504

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

505

Bedarf nach Additionsmethode

506

Einkommen von B Q               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

507

abzüglich Kindesunterhalt 595 + 164,61               .              .              .              .              -759,61 Euro

508

              ––––––––––––––––––

509

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.260,29 Euro

510

davon Erwerbseinkommen

511

3164,62  - 3165/5430 * 759,61 =               2.721,86 Euro

512

abzüglich Erwerbsbonus - 2721,86 * 1/7 =               .              .              .              -388,84 Euro

513

Einkommen von I A               .              .              .              .              1.080,00 Euro

514

abzüglich Erwerbsbonus - 1080 * 1/7 =               .              .              .              .              -154,29 Euro

515

              ––––––––––––––––––

516

Gesamtbedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.797,16 Euro

517

Einzelbedarf 4797,16 / 2 =               .              .              .              .              .              .              .              2.398,58 Euro

518

Unterhalt von I A

519

Eigeneinkommen               .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

520

abzüglich Erwerbsbonus               .              .              .              -154,29 Euro

521

abzüglich Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              -925,71 Euro

522

              ––––––––––––––––––

523

Unterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.472,87 Euro

524

Altersvorsorgeunterhalt

525

Bemessungseinkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              1.472,87 Euro

526

Bremer Tabelle 01. 01. 2016, fiktives Brutto: 1472,87 + 25 % =

527

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.841,00 Euro

528

Altersvorsorgeunterhalt: 1841 * 18,7% =               .              .              .              .              344,00 Euro

529

Neuberechnung wegen Altersvorsorgeunterhalts

530

Bedarf nach Additionsmethode

531

Einkommen von B Q               .              .              .              .              .              5.019,90 Euro

532

abzüglich Kindesunterhalt 595 + 164,61               .              .              .              .              -759,61 Euro

533

Altersvorsorgeunterhalt von I A               -344,00 Euro

534

              ––––––––––––––––––

535

bleibt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              3.916,29 Euro

536

davon Erwerbseinkommen

537

3164,62  - 3165/5430 * (759,61 + 344) =

538

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.521,36 Euro

539

abzüglich Erwerbsbonus - 2521,36 * 1/7 =               .              .              .              -360,19 Euro

540

Einkommen von I A               .              .              .              .              1.080,00 Euro

541

abzüglich Erwerbsbonus - 1080 * 1/7 =               .              .              .              .              -154,29 Euro

542

              ––––––––––––––––––

543

Gesamtbedarf               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              4.481,81 Euro

544

Einzelbedarf 4481,81 / 2 =               .              .              .              .              .              .              .              2.240,91 Euro

545

Unterhalt von I A

546

Eigeneinkommen               .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

547

abzüglich Erwerbsbonus               .              .              .              -154,29 Euro

548

abzüglich Einkommen               .              .              .              .              .              .              .              .              -925,71 Euro

549

              ––––––––––––––––––

550

Unterhalt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.315,20 Euro

551

zuzüglich Altervorsorgeunterhalt               .              .              .              .              .              .              344,00 Euro

552

              ––––––––––––––––––

553

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.659,20 Euro

554

Prüfung auf Leistungsfähigkeit

555

B Q

556

B Q bleibt 4260,29 - 1659,2 =               2.601,09 Euro

557

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den Ehegattenselbstbehalt von

558

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.200,00 Euro

559

I A

560

I A bleibt 1080 + 1659,2 =               .              .              .              2.739,20 Euro

561

Das Resteinkommen unterschreitet nicht den notwendigen Selbstbehalt von

562

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.080,00 Euro

563

Verteilungsergebnis

564

B Q               .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.697,00 Euro

565

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

566

I A               .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.740,00 Euro

567

davon Vorsorgeunterhalt               344,00 Euro

568

O               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              785,00 Euro

569

davon Kindergeld               .              .              .              .              190,00 Euro

570

K               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              450,00 Euro

571

davon Kindergeld               .              .              .              .              .              95,00 Euro

572

              ––––––––––––––––––

573

insgesamt               .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              6.672,00 Euro

574

Zahlungspflichten

575

B Q zahlt an

576

I A               .              .              .              .              .              .              .              .              .              1.660,00 Euro

577

davon Altersvorsorgeunterhalt               344,00 Euro

578

O                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              595,00 Euro

579

(K: 164,61 Euro)

580

              ––––––––––––––––––

581

              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              2.255,00 Euro

582

(im Haushalt: 164,61 Euro)

583

I A zahlt an

584

K                .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              .              191,00 Euro

585

Hieraus folgt für den Zeitraum

586

26.04.2016 bis 30.04.2016 (5 Tage) bei einem Tagessatz von (1.693 EUR / 30 =) 56,43 EUR ein Unterhaltsanspruch von (5 * 56,43) 282,15 EUR.

587

01.05.2016 bis 30.06.2016 ein Unterhaltsanspruch von (2 * 1.693) 3.386 EUR.

588

01.07.2016 bis 23.07.2016 (23 Tage) bei einem Tagessatz von (1.693 EUR / 31 =) 54,61 EUR ein Unterhaltsanspruch von /23 * 54,61) 1.256,09 EUR.

589

24.07.2016 bis 31.07.2016 (8 Tage) folgt bei einem Tagessatz von (1.660 EUR / 31 =) 53,54 EUR ein Unterhaltsanspruch von (8 * 53,54) 428,32 EUR.

590

01.08.2016 bis 30.11.2016 ein Unterhaltsanspruch von (4 * 1.660) 6.640 EUR.

591

Ab 01.12.2016 ist ein monatlicher Unterhalt von 1.660 EUR zu zahlen.

592

III.

593

Nach § 1578b II BGB ist der Unterhaltsanspruch des geschiedenen Ehegatten zeitlich zu begrenzen, wenn ein zeitlich unbegrenzter Unterhaltsanspruch auch unter Wahrung der Belange eines dem Berechtigten zur Pflege oder Erziehung anvertrauten gemeinschaftlichen Kindes unbillig wäre. Dabei ist insbesondere - wie sich aus der Verweisung in § 1578b Abs. 2 BGB auf § 1578b Abs. 1 S. 2,3 BGB ergibt - zu berücksichtigen, inwieweit durch die Ehe Nachteile im Hinblick auf die Möglichkeit eingetreten sind, für den eigenen Unterhalt zu sorgen. Solche Nachteile können sich vor allem aus der Dauer der Pflege oder Erziehung eines gemeinschaftlichen Kindes, aus der Gestaltung von Haushaltsführung und Erwerbstätigkeit während der Ehe sowie aus der Dauer der Ehe ergeben. Ehebedingte Nachteile in diesem Sinne sind anzunehmen, wenn wegen der Ehe eine berufliche Ausbildung nicht aufgenommen oder beendet worden ist oder ein Wiedereinstieg in den während der Ehe ausgeübten Beruf erschwert ist, aber auch dann, wenn sich als Folge von Belastungen in der Ehe Gesundheitsbeeinträchtigungen eingestellt haben oder durch die Dauer der Ehe ein Lebensalter erreicht worden ist, in dem keine Möglichkeit mehr besteht, eine den Unterhaltsbedarf deckende Beschäftigung zu finden. Ehebedingte Nachteile liegen mithin vor, wenn die Gestaltung der Ehe, insbesondere die Arbeitsteilung der Ehegatten, die Fähigkeit eines Ehegatten, für seinen Unterhalt zu sorgen, beeinträchtigt hat. Das Vorliegen ehebedingter Nachteile ist dabei anhand eines Vergleichs des tatsächlich erzielten mit dem fiktiv bei nicht unterbrochener Erwerbstätigkeit möglichen Einkommen zu beurteilen (vgl. zum gesamten Vorstehenden: BGH v. 02.06.2010 - XII ZR 138/08, zit. n. juris; BGH v. 14.10.2009 – XII ZR 146/08, FamRZ 2009, 1990; OLG Karlsruhe v. 15.07.2009 – 18 UF 10/09 zit. n. juris m.w.N.). Wenn insoweit das Vorliegen ehebedingter Nachteile festzustellen ist, ist die Möglichkeit einer Befristung oder Begrenzung des nachehelichen Unterhalts eingeschränkt (BGH v. 02.06.2010, wie vor; BGH v. 27.01.2010 – XII ZR 100/08, NJW 2010, 1595 jew. m.w.N.). Erzielt der Unterhaltsberechtigte nach einer ehebedingten Einschränkung seiner Erwerbstätigkeit lediglich Einkünfte, die den eigenen angemessenen Unterhaltsbedarf nach § 1578 b Abs. 1 BGB nicht erreichen, scheidet eine Befristung des Unterhaltsanspruchs daher regelmäßig aus (BGH v. 02.06.2010, wie vor; BGH v. 14.10.2009 – XII ZR 146/08 NJW 2009, 3783).

594

Die Antragstellerin übernahm, dies ist unstreitig, während der Ehezeit die Betreuung der beiden gemeinsamen Kinder und die Haushaltsführung, während der Antragsgegner gleichzeitig weiter vollschichtig seiner Erwerbstätigkeit nachging. Die Reduzierung in der Folge Aufgabe der Erwerbstätigkeit der Antragstellerin führt bei ihr nunmehr zu Erwerbsnachteilen, weil sie, wie sie substantiiert darlegt, wenn sie heute noch bei der Kreissparkasse Köln beschäftigt wäre, tariflich in die Entgeltgruppe 9, Stufe 4, eingestuft wäre, wobei ab 01.10.2016 ggf. ein Aufstieg in Stufe 5 erfolgt wäre. Dies entspräche einem monatlichen Bruttogrundgehalt von 3.464,92 EUR bzw. 3.776,53 EUR und ggf. weiteren Zuschlägen und stellte ein um mindestens etwa 1.200 EUR höheres Bruttogrundgehalt dar. Es steht darüber hinaus zu erwarten, dass die Antragstellerin die ihr entstandenen Nachteile hinsichtlich der Vergütung bis zum Renteneintritt nicht wird aufholen könne, zumal ihr jetziger Arbeitgeber, wie sie im Rahmen der mündlichen Verhandlung darlegt, ein nicht tarifgebundenes Familienunternehmen ist. Zwar werden ihr während der Ehezeit entstandene Nachteile hinsichtlich der Altersversorgung durch den Versorgungsausgleich und die dort übertragenen Anwartschaften ausgeglichen, allerdings steht ebenfalls zu erwarten, dass sie durch ihre jetzige Erwerbstätigkeit bis zum Renteneintritt nicht diejenigen Anwartschaften wird erwerben können, welche sie im Falle einer Fortführung ihrer Beschäftigung bei der Sparkasse erworben hätte.

595

Die subjektiven Gründe der durch die Beteiligten praktizierten Arbeitsverteilung innerhalb der Ehe sind vorliegend unbeachtlich, es kommt ausschließlich auf die objektiven Umstände der Gestaltung an. An der tariflichen Einstufung ändert auch der Einwand des Antragsgegners nichts, dass sie bereits vor der Geburt der Kinder ihre Arbeitszeit halbiert habe.

596

Zu berücksichtigen ist auch, dass die Antragstellerin mittlerweile 48 Jahre alt ist und – dies ist nicht nur gerichtsbekannt - im Bereich der Banken/Sparkassen seit Jahren Stellen in den Filialen abgebaut und diese geschlossen werden, was eine Rückkehr in den ehemaligen Arbeitsbereich ausschließen dürfte. Der Antragstellerin kann auch nicht vorgeworfen werden, dass sie sich vollends auf die nacheheliche Solidarität verlässt, weil sie sich bereits nach der Trennung wieder eine Vollzeitanstellung in einem ihrer Ausbildung entsprechenden Bereich suchte. Angesichts der langen Ehedauer (21 ½ Jahre bis zur Trennung, 24 ½ Jahre bis zur Scheidung) und der finanziell sehr ungleichen Verhältnisse, der Antragsgegner ist nach den obigen Berechnungen durchaus als gutverdienend einzuschätzen, erscheint es nach den obigen Darlegungen durchaus angemessen, den Antragsgegner im Rahmen der nachehelichen Solidarität zur unbefristeten Unterhaltszahlung zu verpflichten.

597

Die tenorierten Zinsen schuldet der Antragsteller als Rechtshängigkeitszinsen gemäß §§ 291, 288 BGB. Fällig war zum Zeitpunkt der Rechtshängigkeit der Unterhalt vom 26.04.2016 bis zum 31.07.2016 in Höhe von 5.352,57 EUR. Ein weitergehender Anspruch auf Zinsen besteht nicht, weil die entsprechende Grundlage hierzu (Verzug) nicht substantiiert dargelegt wurde.

598

Die Kostenentscheidung beruht auf den §§ 80, 81 FamFG.